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Monat: August 2016

Interview mit Timothy Trust und Diamond

Mensch, bald ist die Runde perfekt. Ich habe gerade überlegt, ob ich mich selbst auch mal per Email interviewen sollte… Über mich steht hier nämlich bisher so gut wie gar nichts im Blog.

Aber kommen wir zu den Hauptpersonen des heutigen Beitrags: Timothy Trust und Diamond Diaz sind großartige Zauberkünstler, die ich sehr bewundere.

Sie haben die größte Herausforderung im Rahmen der Email-Interviews gehabt, denn sie mussten beide gemeinsam auf die Fragen antworten. Wie charmant und überaus witzig sie dies gemeistert haben, kann man nun hier nachlesen.

Timothy Trust und Diamond

Emailinterview mit Timothy Trust und Diamond

Sara Ritter: Wie seid ihr zum Zaubern gekommen?

Timothy: Zauberei an sich begeistert nur durch die Personen, die die Zauberei vorführen. In meiner Kindheit waren es die Zauberer auf den Kindergeburtstagen (insbesondere Igor Jedlin aus Berlin), später waren es David Copperfield und viele andere Zauberer, die mir in meiner Karriere begegneten.

Diamond: Ich war schon als Kind immer begeistert von Zauberern und wollte immer auf die Bühne, um mitzuhelfen. Als ich dann mit 10 Jahren eine große Show eines lokalen Zauberers sah, musste ich unbedingt lernen wie man zaubert und ich besuchte einen Kinderzauberkurs, kaufte Zauberbücher und nahm Kontakt zu anderen Zauberern in meiner Umgebung auf.

Wer ist euer Vorbild? Oder habt ihr gar mehrere? Verratet sie uns!

Timothy: Damals war es vor allen anderen David Copperfield, später auch Straßenzauberer wie Gazzo, Comedians wie Tommy Cooper, Mentalisten wie Santo und Monique, Illusionisten wie Siegfried and Roy und viele andere mehr!

Diamond: Hans Klok war und ist für mich schon immer der Inbegriff der perfekten Zaubershow. Aus der deutschen Zauberszene unter anderem Gaston, Topas, Alana u.v.m. In anderen Bereichen bin ich von der amerikanischen Comedian Amy Schumer begeistert.

Warum ist euer Vorbild euer Vorbild?

Timothy: Jeder der genannten hat die Zuschauer aufs Beste unterhalten!

Diamond: Sie alle haben ihren eigenen Stil und Charakter gefunden und trotzdem ein facettenreiches Programm.

Seid ihr vor einer Show quirlig oder ruht ihr in euch selbst? Pflegt ihr ein Ritual vor einer Show?

Timothy: Eher etwas quirlig und falls ich es nicht bin, trinke ich mehr Kaffee um es zu sein. Mein Ritual: Ich esse drei Stunden vor der Show ein warmes Essen. Wenn ich hungrig in die Show gehe, kann sie nichts werden.

Diamond: Meistens bin ich eher die Ruhige. Ich esse meistens gemeinsam mit Timothy vor der Show und mache dann mein Make up. Das ist immer gleich und gibt Sicherheit, wenn ich doch mal nervös bin. 

Wie lange arbeitet ihr an einem Effekt, bis ihr ihn öffentlich aufführt?

Timothy: Oftmals nicht lang genug. Die Verlockung bei einigen Effekten ist, dass man sie schon tricktechnisch vorführen kann, ohne eine echte Show dafür zu haben. Ein Effekt ist jedoch nichts ohne die dazugehörige Show. Das merkt man dann recht schnell. Daher mag ich Trickeffekte, deren Einübung lange dauert. Für die Säbelillusion und die Mentaldarbietung habe ich sicherlich mehr als 6 Monate gebraucht, bevor ich sie das erste Mal vorgeführt habe. Während dieser Probezeit sind dann auch Ideen hinsichtlich der Präsentation gekommen.

Diamond: In Berlin gibt es die viele Open Stages. Da kann man einfach auf die Bühne und vor einem hilflosen Publikum seine neuen Darbietungen ausprobieren. Das ist gut, da man sonst wenig Möglichkeiten hat, in einem professionellen Rahmen neue, noch nicht perfekte Nummern vorzuführen und an live Publikum auszuprobieren. Bis es das neue Kunststück dann in unsere reguläre Show schafft, können aber Monate oder manchmal sogar Jahre vergehen.

Wo kommen euch die besten Ideen?

Timothy: Mir kommen meine Ideen dadurch, dass ich auf Gebieten Erfahrungen sammle, für die ich mich begeistere – auch wenn die Beschäftigung mit diesen Themen erst einmal keinen direkt erkennbaren Sinn erkennen lassen für die Show. Auf diese Erfahrungen kann ich dann später zurückgreifen und sie sind ein Fundus an Kreativität. Konkret kreativ werde ich dann aber gern mit der Hilfe eines Coaches.

Diamond: Ich versuche mir so viele andere Shows (Theater, Musicals, Tanzshows etc.) anzusehen wie möglich. Ob live oder im Internet. Ich bin aber noch immer auf der Suche nach dem ultimativen Kreativ- und Ideenpool für mich. 

Welcher ist euer liebster Ort, um zu entspannen?

Timothy: Im Bett, wenn ich schlafe. Sonst bin ich nicht so der Entspannungstyp.

Diamond: Beim Spazierengehen mit meinem Hund Oskar.

Was habt ihr immer dabei, wenn ihr verreist?

Timothy: Handy, Nackenkissen, Kopfhörer.

Diamond: Ein Buch und Ohropax. 

Habt ihr ein Lebensmotto? Welches Zitat / Motto inspiriert euch?

Timothy: Das Schicksal gebe mir den Mut zu ändern, was zu ändern ist und die Geduld zu ertragen, was nicht zu ändern ist und die Weisheit, zwischen beidem zu unterscheiden!

Diamond: Am Ende wird alles gut und ist es noch nicht gut, ist es noch nicht das Ende.

Wer ist euer Lieblingszauberer?

Timothy: Du natürlich, Sara!

Diamond: Wir spielen heute Abend unsere Säbelkistenillusion, deshalb sage ich jetzt am besten:  Timothy! 

Welche Frage würdet ihr gern einmal gefragt werden? (Und dann beantwortet sie uns doch gleich
bitte auch.)

Timothy: Kann man davon leben? Antwort: Naja, man lebt so am Existenzmaximum.

Diamond:  Möchtest du diesen Jahresvertrag für eine eigene Show in Las Vegas unterschreiben? Antwort: Ja! 

 

Vielen Dank!

Meine Lieblingsantwort ist natürlich die von Timothy auf die Frage nach dem Lieblingszauberer. Klar, ne? Hihi…

Facebook? Facebook.

Natürlich ist unsere Show „it`s magic!“ auch auf Facebook zu finden. Und es lohnt sich, dort regelmäßig vorbeizuschauen, denn sonst verpasst man das hölzerne Buch, bei dem man nur zur nächsten Seite blättern kann, wenn man das Rätsel gelöst hat…

Oder man verpasst das Video von den Flamingos auf Strandliegensuche…

Und nur, wer regelmäßig auf unserer Facebookseite vorbeischaut, sieht das neueste Video von Wolfgang Moser, wie er den Rubik`s Cube auf magische Art und Weise löst. (Übrigens sehr sehenswert, dieses Video!)

Neugierig? Hier gehts lang zur Facebookseite von „it`s magic!“.

Nachgefragt bei: Martin Sierp

Die inzwischen überaus beliebte Interviewreihe mit den Künstlern von „it`s magic!“ wird heute mit dem unnachahmlichen Martin Sierp fortgesetzt.

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Auch ihn quetschte ich per Email aus und habe sogar Antworten erhalten. Hier das Ergebnis:

Sara Ritter: Wie bist du zum Zaubern und zur Comedy gekommen?

Martin Sierp: Ich habe einfach mit 9 Jahren mit dem Zaubern angefangen – das war komisch und ist später lustig geworden.

Wolltest du immer Künstler werden oder gab`s da auch mal einen anderen Berufswunsch?

Eigentlich wollte ich unbedingt in den Öffentlichen Dienst, das war meinen Eltern aber zu unsicher.

Wer ist dein Vorbild? Oder hast du gar mehrere? Verrate sie uns!

Meine Vorbilder sind meine Söhne – das sind zwei ganz ganz tolle Jungs und außerdem haben die super Eltern.

Warum ist dein Vorbild dein Vorbild?

Aufgrund meines hohen Alters finde ich mich nicht mehr in unserer digitalen Welt zurecht. Da ist es ganz hilfreich, wenn man sich die Welt von zwei Experten erklären lassen kann.

Bist du vor einer Show quirlig oder ruhst du in dir selbst? Pflegst du ein Ritual vor einer Show?

Ich spüre eine quirlige Ruhe in mir. Als Ritual vor jeder Show ziehe ich mir immer Kleidung an. Wenn ich nackt auftrete, bin ich einfach nervöser und es kommt auch nicht so gut bei den Zuschauern an.

Wie lange arbeitest du an einem Effekt, bis du ihn öffentlich aufführst?

2 Minuten!

Wo kommen dir die besten Ideen?

Auf der Damentoilette!

Ha, mir auch! Welcher ist dein liebster Ort, um zu entspannen?

Am 14.09.2016 auf der Bühne vom Quatsch Comedy Club!

Was hast du immer dabei, wenn du verreist? 

Meinen Stuhl mit integriertem W-Lan. (Siehe Foto!)

stuhl-mit-wlan

Hast du ein Lebensmotto? Welches Zitat / Motto inspiriert dich?

„Lass dich niemals interviewen und du wirst glücklicher sein!“ Konfuzius

Wer ist dein Lieblingszauberer?

Der große Thermomix!

Welche Frage würdest du gern einmal gefragt werden? (Und dann beantworte sie uns doch gleich
bitte auch.)

Ist das Interview jetzt zu Ende?

Ja!

Vielen Dank! 🙂