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Interview mit Timothy Trust und Diamond

Mensch, bald ist die Runde perfekt. Ich habe gerade überlegt, ob ich mich selbst auch mal per Email interviewen sollte… Über mich steht hier nämlich bisher so gut wie gar nichts im Blog.

Aber kommen wir zu den Hauptpersonen des heutigen Beitrags: Timothy Trust und Diamond Diaz sind großartige Zauberkünstler, die ich sehr bewundere.

Sie haben die größte Herausforderung im Rahmen der Email-Interviews gehabt, denn sie mussten beide gemeinsam auf die Fragen antworten. Wie charmant und überaus witzig sie dies gemeistert haben, kann man nun hier nachlesen.

Timothy Trust und Diamond

Emailinterview mit Timothy Trust und Diamond

Sara Ritter: Wie seid ihr zum Zaubern gekommen?

Timothy: Zauberei an sich begeistert nur durch die Personen, die die Zauberei vorführen. In meiner Kindheit waren es die Zauberer auf den Kindergeburtstagen (insbesondere Igor Jedlin aus Berlin), später waren es David Copperfield und viele andere Zauberer, die mir in meiner Karriere begegneten.

Diamond: Ich war schon als Kind immer begeistert von Zauberern und wollte immer auf die Bühne, um mitzuhelfen. Als ich dann mit 10 Jahren eine große Show eines lokalen Zauberers sah, musste ich unbedingt lernen wie man zaubert und ich besuchte einen Kinderzauberkurs, kaufte Zauberbücher und nahm Kontakt zu anderen Zauberern in meiner Umgebung auf.

Wer ist euer Vorbild? Oder habt ihr gar mehrere? Verratet sie uns!

Timothy: Damals war es vor allen anderen David Copperfield, später auch Straßenzauberer wie Gazzo, Comedians wie Tommy Cooper, Mentalisten wie Santo und Monique, Illusionisten wie Siegfried and Roy und viele andere mehr!

Diamond: Hans Klok war und ist für mich schon immer der Inbegriff der perfekten Zaubershow. Aus der deutschen Zauberszene unter anderem Gaston, Topas, Alana u.v.m. In anderen Bereichen bin ich von der amerikanischen Comedian Amy Schumer begeistert.

Warum ist euer Vorbild euer Vorbild?

Timothy: Jeder der genannten hat die Zuschauer aufs Beste unterhalten!

Diamond: Sie alle haben ihren eigenen Stil und Charakter gefunden und trotzdem ein facettenreiches Programm.

Seid ihr vor einer Show quirlig oder ruht ihr in euch selbst? Pflegt ihr ein Ritual vor einer Show?

Timothy: Eher etwas quirlig und falls ich es nicht bin, trinke ich mehr Kaffee um es zu sein. Mein Ritual: Ich esse drei Stunden vor der Show ein warmes Essen. Wenn ich hungrig in die Show gehe, kann sie nichts werden.

Diamond: Meistens bin ich eher die Ruhige. Ich esse meistens gemeinsam mit Timothy vor der Show und mache dann mein Make up. Das ist immer gleich und gibt Sicherheit, wenn ich doch mal nervös bin. 

Wie lange arbeitet ihr an einem Effekt, bis ihr ihn öffentlich aufführt?

Timothy: Oftmals nicht lang genug. Die Verlockung bei einigen Effekten ist, dass man sie schon tricktechnisch vorführen kann, ohne eine echte Show dafür zu haben. Ein Effekt ist jedoch nichts ohne die dazugehörige Show. Das merkt man dann recht schnell. Daher mag ich Trickeffekte, deren Einübung lange dauert. Für die Säbelillusion und die Mentaldarbietung habe ich sicherlich mehr als 6 Monate gebraucht, bevor ich sie das erste Mal vorgeführt habe. Während dieser Probezeit sind dann auch Ideen hinsichtlich der Präsentation gekommen.

Diamond: In Berlin gibt es die viele Open Stages. Da kann man einfach auf die Bühne und vor einem hilflosen Publikum seine neuen Darbietungen ausprobieren. Das ist gut, da man sonst wenig Möglichkeiten hat, in einem professionellen Rahmen neue, noch nicht perfekte Nummern vorzuführen und an live Publikum auszuprobieren. Bis es das neue Kunststück dann in unsere reguläre Show schafft, können aber Monate oder manchmal sogar Jahre vergehen.

Wo kommen euch die besten Ideen?

Timothy: Mir kommen meine Ideen dadurch, dass ich auf Gebieten Erfahrungen sammle, für die ich mich begeistere – auch wenn die Beschäftigung mit diesen Themen erst einmal keinen direkt erkennbaren Sinn erkennen lassen für die Show. Auf diese Erfahrungen kann ich dann später zurückgreifen und sie sind ein Fundus an Kreativität. Konkret kreativ werde ich dann aber gern mit der Hilfe eines Coaches.

Diamond: Ich versuche mir so viele andere Shows (Theater, Musicals, Tanzshows etc.) anzusehen wie möglich. Ob live oder im Internet. Ich bin aber noch immer auf der Suche nach dem ultimativen Kreativ- und Ideenpool für mich. 

Welcher ist euer liebster Ort, um zu entspannen?

Timothy: Im Bett, wenn ich schlafe. Sonst bin ich nicht so der Entspannungstyp.

Diamond: Beim Spazierengehen mit meinem Hund Oskar.

Was habt ihr immer dabei, wenn ihr verreist?

Timothy: Handy, Nackenkissen, Kopfhörer.

Diamond: Ein Buch und Ohropax. 

Habt ihr ein Lebensmotto? Welches Zitat / Motto inspiriert euch?

Timothy: Das Schicksal gebe mir den Mut zu ändern, was zu ändern ist und die Geduld zu ertragen, was nicht zu ändern ist und die Weisheit, zwischen beidem zu unterscheiden!

Diamond: Am Ende wird alles gut und ist es noch nicht gut, ist es noch nicht das Ende.

Wer ist euer Lieblingszauberer?

Timothy: Du natürlich, Sara!

Diamond: Wir spielen heute Abend unsere Säbelkistenillusion, deshalb sage ich jetzt am besten:  Timothy! 

Welche Frage würdet ihr gern einmal gefragt werden? (Und dann beantwortet sie uns doch gleich
bitte auch.)

Timothy: Kann man davon leben? Antwort: Naja, man lebt so am Existenzmaximum.

Diamond:  Möchtest du diesen Jahresvertrag für eine eigene Show in Las Vegas unterschreiben? Antwort: Ja! 

 

Vielen Dank!

Meine Lieblingsantwort ist natürlich die von Timothy auf die Frage nach dem Lieblingszauberer. Klar, ne? Hihi…

Published inKünstler

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